22 August 2009
Google Wave developer preview Teil 1
Seit einigen Tagen bin ich nun glücklicher Besitzer von 2 Google Wave Accounts (Anm.: man braucht zum testen aller Features sinnergerweise 2 Stück). Google Wave ist ein neuartiges Echtzeitkommunikationssystem welches grob gesagt die Vorteile von Email und Instant Messaging vereinen soll. Zur Zeit befindet sich das System noch in einer Testphase zu der nur einige Tausend Entwickler Zugriff haben. In Teil 1 möchte ich erstmal allgemein erklären, was Google Wave ist und wofür man es verwenden kann. Da es schwer in Worte zu fassen ist, lege ich jedem ans Herz sich das Youtube Video von der Google I/O anzuschauen, die Möglichkeiten die Goolge Wave bietet sind aus meiner Sicht imenz, somal man auch kompelt ohne Goolge Server agieren kann.
Allgemein
Google Wave besteht aus einem Webangebot (wave.google.com) sowie einem XMPP basierentem Protokoll, welches zum Großteil als Open Sorce und offenes Protokoll zur Verfügung gestellt werden soll. Es wird somit möglich sein komplett eigene Wave Applications zu implementieren. Zudem stellt Google eine API zur Verfügung mit der bequem eigene Erweiterungen entwickelt werden können.
Wie funktioniert das ganze?
Der Benutzer kann aus der Wave Anwendung heraus eine “Welle” starten und andere Benutzer zur Mitarbeit einladen. Man kann die Wave sinngemäß mit einem Thread im Forum , einem Chatverlauf in ICQ oder einer Konversation von mehreren Emails vergleichen. Dieser Welle fügt man nun Personen als “Empfänger” hinzu. . Nun kann jeder hinzugefügte Nutzer in Echzeit an der Wave arbeiten, Medienobjekte hinzufügen oder Texte ändern. Die Änderungen sind dann sofort für alle sichtbar, so dass es zu keinem Versionskonflikt kommen kann. Die hinzugefügten Empfänger müssen keine natürlichen Personen sein, sondern können auch z.B. “Robots” sein, die eine gewesse Aufgabe erfüllen. Man kann z.B. mit einem Klick einen Blog Robot oder Facebook Robot hinzufügen. Die Wave (z.B. eine Umfrage) ist dann sofort auch auf dem eigenen Blog oder in dem Facebook Account sichtbar. Schreibt nun ein Facebook User einen Kommentar dazu, ist der Kommentar neben den Blogkommentaren zentral in der Wave zu lesen (man braucht also keinen Google Wave Account um in einer Wave zu agieren!). Änderungen, egal auf welcher Plattform sind überall sofort zu sehen.
Eine Wave kann mit jedlichem Inhalt gefüllt werden, so kann man z.b. via Drag und Drop Bilder reinziehen, und gleichzeit in Facebook und auf dem eigenen Blog veröffentlichen. Löscht man ein Bild aus der Wave sind die Änderungen sofort und überall sichtbar. Macht man eine internationale Konferenz, fügt man einfach einen Translate Robot hinzu, der in Echtzeit die Wave in die entsprechende Sprache übersetzt. Natürlich kann man seine eigenen Robots schreiben, oder über die API jeden belieben Inhalt einfügen. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Oder einfach den ne Runde Schach gegen den besten Freund spielen
Der Clou an der Sache ist allerdings, das es dank des offenen Standarts möglich sein wird eigene Wave server aufzusetzen, die <b> komplett autark von Google agieren können</b>. Ähnlich wie bei dem E-Mail System kann aber dennoch der eigene Waveserver in echtzeit mit anderen Wave server agieren. Man kann also wenn man in Firma A ist, eine Person aus Firma B der Wave hinzufügen. Das dürfte alle Google Kritiker freuen.Alle Änderungen an einer Wave können durch die Playback funktion jederzeit sichtbar gemacht werden und zurückgesetzt werden. Das macht Wave gleichzeitig zu einem sehr schönen Versionierungssystem. Eine Wave kann jederzeit mit neuen Empfängern dupilziert werden, so ist es z.b. möglich aus einer Entwicklerversion mit ein wenigen Klicks ein “Rollout” auf den Produktivserver zu machen.So einfach die Idee hinter Wave auch ist, umso mehr darf man gespannt sein was sich daraus entwickelt. Ende September sollen laut Google ca. 100 000 Benutzer Accounts vergeben werden.
Ich werde mich die nächsten Tage mit der Wave API sowie mit dem Entwickeln eigener Wave Robots beschäftigen. In Teil 2 wir hierzu dann mehr zu lesen sein.

